Konzert mit Loten - zur 3. Yoga Nacht in Luzern

Traditionelle Lieder und Geschichten aus Tibet und dem Himalaya.

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Loten Namling

Loten Namling ist vieles zugleich, Sänger, Musiker, Schauspieler, Cartoonist und Geschichtenerzähler. Geboren 1963 auf der Flucht im Himalaya, wuchs Loten Namling im indischen Exil mit Abba, den Bee Gees und all den Songs auf, die damals um die Welt gingen. Doch was ihn zur Musik brachte, war das Lied "Ama le ho" des sechsten Dalai Lama (1683-1706): "Weißer Kranich, leih' mir deine Flügel. Weit will ich nicht fliegen. Von Lithang kehre ich wieder zurück."

Mit 16 inspirierte ihn seine Mutter dazu, das Spiel mit der tibetischen Laute, der Dranyen, zu erlernen. Seine Karriere als Künstler begann er, als er 1989 in die Schweiz kam. Seither versucht er Brücken zu bauen, er lebt bewusst im Exil, er meint, er habe "vom Osten und Westen das Beste mitbekommen."

Seither tritt er weltweit für Tibet und für den Dalai Lama auf – mit Gesängen Milarepas und eigenen Stücken, die sich zwischen Volksliedern seiner Heimat und Blues bewegen, wobei er Tradition und Moderne verbindet. Nebst der Dranye nutzt er unter anderem das traditionelle Muschelhorn und Klangschalen, er erzählt Geschichten aus seinem Leben und engagiert sich für die Free Tibet-Bewegung.

Im Mai 2012 begann Loten Namling einen Fussmarsch von Bern nach Genf, um die Öffentlichkeit sowie die UN und die schweizerische Regierung auf das Unrecht in Tibet und den langsamen Genozid aufmerksam zu machen, mit Passanten zu reden, gelegentlich aufzutreten und zuletzt vor dem UN-Gebäude auf der Place des Nations an einem größeren Konzert teilzunehmen. Loten bezeichnete dies als Journey To Freedom – One Man, One Path, Free Tibet. Er vollzog alle 35 Minuten Niederwerfungen, eine Praxis buddhistischer Pilger. Mit diesem „Marsch“ hat Loten Namling an die zu diesem Zeitpunkt 35 Tibeter erinnert, die sich binnen des letzten Jahres aus Verzweiflung selbst verbrannt haben. Er führte einen schwarzen Sarg mit sich, der die Aufschrift „Tibet“ trug und seine Laute, Kleidung, Verpflegung und ein Zelt enthielt.

Diese Geschichte wurde im Dokumentarfilm “Tibetan Warrior” im Jahr 2015 verfilmt.

Seit 2014 arbeitet er zusammen mit vier Berner Musikern am Bandprojekt “Porok Karpo”. Die Idee hinter dem Projekt ist es, den tibetischen Freiheitskampf ins Hier und Jetzt zu bringen und dabei die beiden Kulturen – die tibetische und die westliche – verschmelzen zu lassen. Anfang dieses Jahres ist ihre erste CD mit dem Titel “Behind The Two Mountains” erschienen, mit welcher Loten Namling seine Jugendjahre als Flüchtlingskind in Nordindien verarbeitet. Hinter diesen zwei Bergen, ermahnten ihn seine Eltern immer, sei Tibet – die Heimat, die er bis heute nicht hat betreten dürfen.

Loten wird an der Yoganacht mit Liedern und Geschichten aus seiner Heimat auftreten

Mehr Informationen über Loten:

www.tibetanwarrior.com/index.php/home.html

www.gstf.org/2015/02/09/tibetan-warrior-the-true-story-of-one-mans-fight-for-freedom

www.porok-karpo.com/

www.bernerzeitung.ch/kultur/pop-und-jazz/der-weisse-rabe/story/18432760